Montag, 5. Dezember 2011

ich vermisse nicht dich, sondern die person die du mal warst.

das grelle licht scheint in meine augen, ich stehe auf. schleiche die treppen runter in die küche. zittere in meinem top und meiner schlafshorts, setz mich und schlürfe meinen coffee. nach dem letzten schluck schländer ich wieder nach oben ins badezimmer. drehe die dusche auf, das warme wasser prasselt auf meinen körper. ich schiebe den vorhang weg und greife nach meinem bademantel, ich bekomme gänsehaut auf meiner nackten haut. ich laufe schnell in mein warmes zimmer und ziehe mich an. die heiße luft beim föhnen der haare bereitet mir kopfweh. die schminke dunkelt mein blasses gesicht wieder ein wenig ab. meine perlenohringe funkeln im licht, als ich in den spiegel schaue. ein süßer duft verteilt sich durch mein deo & parfum in meinem zimmer. ich greif mir meine tasche und sprinte die treppe runter. meine schlüssel klimpern, die ich schnappe, als ich mir dabei die jacke anziehe und in meine boots schlüpfe. ich hänge meine tasche um, dabei wird meine schulter schwer. ein letztes mal schau ich in den spiegel und zupfe das fell meiner kapuze zurecht. die tür fällt laut zu, kalter wind pustet mir ins gesicht. meine haare werden nach hinten geprustet und meine augen tränen vom kalten wind. musik erklingt aus meinem iPod. gestresste menschen, wie sie über die straßen hetzen, um ja pünklicht zu sein. grundschulkinder, die stolz ihre schultasche tragen. ich springe von meinem fahrrad, und schließ es ab. ein letztes klimpern meiner schlüssel, bevor ich sie in die tasche stecke. vom weiten sehe ich dich da stehen, mein herz rast. wieder werden meine haare vom gegenwind nach hinten geprustet, ich schau auf mein handy und schreib' eine sms. dabei lauf' ich an dir vorbei. ich versuche krampfhaft weg zu sehen und mich auf mein handy zu konzentrieren, vergeblich. manchmal hoffe ich, dass du an mich denkst, wenn ich so an dir vorbei laufe. hoffe, dass du mich genauso vermisst wie ich dich. hoffe, dass ich in diesem moment dein gedanke bin. hoffe, dass du dich daran erinnerst, wie du der jenige warst mit dem ich sms schrieb. ich kontrolliere meine schritte, fahre mit meiner hand durch meinem pony. schaue dich ein letzes mal an. und drehe mich langsam wieder um. schon werde ich von der menge mit in die schule gezogen. und jedes mal sind meine blicke so fragend, so sehnsüchtig, aber doch so leer. was bringt das alles hier ohne dich ?


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